Manufaktur

Das Material gibt die Richtung.

Wie aus einer Holzfläche eine Form entsteht und aus einzelnen Teilen ein Möbel.

Illustrativer Ablauf und Materialstudie · Textentwurf

Beispielbild: unterschiedlich gefärbte Holzplatten, ein Holzhobel und feine Späne auf einer Werkbank
Material auf der Werkbank Beispielbild

Von der Fläche zur Form.

Material betrachten

Maserung, Farbe und Faserverlauf bestimmen den ersten Eindruck. In dieser Studie beginnt der Entwurf mit der Frage, welche Flächen ruhig wirken und wo eine lebendige Zeichnung sichtbar bleiben soll.

Proportionen festlegen

Beim Zuschnitt werden aus der Fläche einzelne Bauteile. Ihre Breite, die Lage einer Kante und die Richtung der Fasern verändern, wie leicht oder kräftig ein Möbel erscheint.

Teile verbinden

Eine Verbindung bringt Flächen in Beziehung. Eine sichtbare Fuge kann den Aufbau erklären; eine zurückgenommene Verbindung lässt die Form als Ganzes wirken.

Oberflächen abstimmen

Zum Schluss rücken Kanten und Oberflächen in den Blick. Der Übergang von einer Fläche zur nächsten entscheidet mit darüber, wie das Möbel im Licht wirkt.

Drei Holzarten. Eigener Ausdruck.

Allgemeine Materialbegriffe als Ausgangspunkt für den Entwurf. Die Beschreibungen stehen für eine illustrative Auswahl.

Esche
Helle Töne und eine deutlich gezeichnete Maserung. Die Fasern können eine lange Fläche betonen oder eine schlichte Form beleben.
Eiche
Eine markante Porenstruktur und warme Brauntöne. Je nach Schnitt zeigt sich das Holz ruhig gestreift oder mit ausgeprägter Zeichnung.
Nussbaum
Tiefere Brauntöne und wechselnde Farbschattierungen. Eine dunklere Fläche setzt einen anderen Schwerpunkt im Raum als helles Holz.

Geölt oder gewachst

Ölen und Wachsen sind allgemeine Begriffe für die Behandlung von Holzoberflächen. Sie können Farbwirkung, Glanz und Haptik verändern. Hier beschreiben sie mögliche Oberflächen im Entwurf, keine zugesicherte Ausführung.